Wissensmanagement 2.0 am Beispiel GISWiki

Posted by zimrob | Posted in Web 2.0 | Posted on 02-05-2011-05-2008

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Im Rahmen des Seminars „Web 2.0 und ihre Gesellschaft“ an der Beuth Hochschule für Technik Berlin war es meine Aufgabe, ein Microblog Artikel über „Wissensmanagement 2.0“ zu schreiben.

Heutzutage ist es selbstverständlich, sich Informationen aus dem World Wide Web zu besorgt. Nur noch selten gehen die Menschen in Bibliotheken, um nach allgemein wissenschaftlichen oder sonstigen Grundlagen zu recherchieren. Das Internet bietet mit Hilfe verschiedenster Plattformen strukturierte und aufbereitete Informationen. Hier spielen die sogenannten Wikis eine große Rolle. Meist werden innerhalb von Wikis auch Informationen angeboten, die in der Form nicht in Bibliotheken zu finden sind. Grund dafür sind die i.d.R. zahlreichen Autoren, die für eine Wiki-Plattform Artikel schreiben.

Diese Art kollektiven Austausches von Informationen wurde durch das Web 2.0 technisch und soziologisch möglich gemacht. Jedoch kennen nur wenige die komplexen Systeme und Prozesse, die im Hintergrund ablaufen. Dieser kurze Beitrag soll am Beispiel vom GISWIKI die Funktionalitäten und Inhalte eines Wikis aufzeigen.

Bevor man sich mit dem Wissensmanagement 2.0 auseinandersetzt, sollte man zunächst analysieren, was Web 2.0 eigentlich ist und wodurch es definiert wird.

Tim O’Reilly, der diesen Begriff mit geprägt hat und ihn das erste Mal nutzte, beschreibt das Web 2.0 wie folgt: „Das Web 2.0 ist die Geschäftsrevolution in der Computerindustrie, hervorgerufen durch die Verlagerung ins Internet als Plattform, und ein Versuch, die Regeln für den Erfolg auf dieser neuen Plattform zu verstehen.“

Web 2.0 kombiniert also zeitgemäße technische Prozesse im Internet mit dem Zweck, Informationen auszutauschen.  Es ist auch als „User Generated Content“, also nutzergenerierte Inhalte bekannt geworden. Beispiele hierfür sind unter anderem YouTube, Wikis und Blogs.

Wenn es nun bei den nutzergenerierten Inhalten um wissenschaftliche Informationen handelt, dann spricht man vom Wissensmanagement 2.0. Ein gutes praktisches Beispiel ist GISWIKI (http://www.giswiki.org). „Das im Februar 2003 als erstes deutschsprachiges WikiWikiWeb zum Thema GIS gegründete Projekt bezeichnet sich als frei, weil alle Inhalte unter einer Lizenz stehen, die jedem das Recht einräumt, die Inhalte unentgeltlich – auch kommerziell – zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten.“ (GISWIKI) Hier werden Informationen rund um das Thema „Geoinformatik (GIS)“ bereitgestellt. Die generierten Inhalte unterliegen der GNU-Lizenz, dies erlaubt es, Artikel frei zu nutzen. Das Wiki basiert auf die freie Software MediaWiki, welches ursprünglich für Wikipedia entwickelt wurde.

Das Wiki ist in die Themenbereiche Veranstaltungen, News, Jobs, Ausbildung, Programmierung, Software, Geodaten, Adresse, Grundlagen und Lexikon unterteilt. Diese Themenbereiche umfassen mehrere Kategorien, welche von den Autoren definiert und angelegt werden. Die Funktion der Kategorien gleicht einem Stichwortverzeichnis.

Neben Artikeln über Grundlagenwissen und Fachwissen sind auch Artikel vorhanden, die auf Veranstaltungen der Branche hinweisen. Auch eine Linkliste zu Jobangeboten wird im GISWiki bereitgestellt.

Mit Hilfe des GISWikis wird gerade in der noch ziemlich neuen Branche der Geoinformatik die Möglichkeit geboten, Fachwissen auf hohem Niveau auszutauschen. Hierbei profitieren nicht nur IT- Spezialisten, sondern auch Kunden oder Auszubildende der Branche.

Durch die hohe Bereitschaft, Fachartikel zu schreiben, wird das Wiki ständig erweitert und gewinnt an Komplexität. Jedoch sind noch nicht alle Themengebiete der Geoinformatik abgedeckt. Es ist zu erwarten, dass diese sicherlich in nächster Zeit von  zahlreichen Autoren folgen werden.

GISWiki (2007): GISWiki:Portal Online im Internet: http://www.giswiki.org/wiki/GISWiki:Portal [Stand:2011-04-26]

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